Im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, der mit etwa 200 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Bundesstaat, haben mehr als 800.000 Menschen 50 Millionen junge Bäume in die Erde gebracht.

Inder aus allen Bevölkerungsschichten, Studenten, Hausfrauen, Handwerker, Politiker und Regierungsvertreter kamen bereits im vergangenen Spätsommer zusammen, um freiwillig junge Bäume einzupflanzen.

Die einmalige Aktion war als Zeichen gegen den Klimawandel und grünen Weltrekordversuch geplant. Initiiert wurde sie von der Landesregierung, die ebenfalls die 50 Millionen Bäume aus 80 verschiedenen Baumarten zur Verfügung stellte und im gesamten Bundesstaat verteilte. 

Gepflanzt wurde entlang kleiner Wege, viel befahrener Straßen, Zugstrecken oder innerhalb der Forstflächen. Bis 2030 sollen im Land knapp 100 Millionen Hektar bewaldet werden.


“Die Welt hat erkannt, dass ernsthafte Anstrengungen erforderlich sind, um die Auswirkungen des globalen Klimawandels zu verringern. Uttar Pradesh hat in dieser Hinsicht einen Anfang gemacht“, so Akhilesh Yadav, Premierminister des Bundesstaats über die viel beachtete Aktion. Indien hatte im Rahmen des Pariser Klimaabkommen von 2015 zugesagt, massiv aufzuforsten, um sich gegen den erhöhten CO2-Ausstoß zu engagieren. 

Vertreter des Guiness Buch der Rekorde bestätigten später, dass der bisherige Baumpflanzrekord bei weitem übertroffen wurde. Dieser lag bei 847.275 gepflanzten Bäumen an einem Tag in Pakistan im Jahr 2013. Nun liegt Indien vorne.